Verband
Donnerstag Dezember 09, 2021

210911 wbv uwe verbandstag

Noch nie haben sich in Deutschland so viele Menschen mit dem Corona-Virus infiziert.

Zum Wochenstart kletterte der Inzidenzwert bundesweit auf über 300. In Nordrhein-Westfalen lag die 7-Tage-Inzidenz bei 167.

Viele Vereine fragen sich „Was wird aus dem Basketball?“ WBV-Präsident Uwe J. Plonka mit Antworten.

Uwe, läuft dein E-Mail-Postfach schon über?

Ja, in den vergangenen Tagen haben mich sehr viele Mails aus den Vereinen erreicht. Die Vertreter, sowohl aus dem Jugend als auch aus dem Seniorenbereich, machen sich natürlich alle große Sorgen wie es weitergeht – und alle wollen wissen, was der Verband macht.


... und was macht der WBV?

Wir haben nach wie vor unser Hygienekonzept, das jetzt nochmal angepasst wurde. 3G bedeutet für den Basketball, dass Testungen nicht älter als 24 Stunden sein dürfen. Inwieweit uns die Politik irgendwann 2G oder 2G+ vorgeben wird, werden wir erleben. Das Problem ist, dass wir noch nicht einordnen können, für welche Lebensbereiche diese Regelung gelten soll. Gilt es nur im Gesundheitsbereich, nur für Veranstaltungen oder gilt es auch im Sport? Im Moment melden die Experten, dass vom Sport noch keine besondere Gefahr ausgeht. Zumindest gibt es aktuell keine offiziellen Hinweise darauf.


Trotzdem kommt der Basketball nicht ungeschoren davon.

Allerdings, auch am vergangenen Wochenende gab es wieder Spielverlegungen aufgrund von Corona-Fällen unter den jungen Spielern. Im Seniorenbereich ist die Regionalliga-Partie Deutz gegen Leverkusen Corona-bedingt ausgefallen.


Wie reagiert der WBV?

Wir geben immer wieder Hinweise, die Hygieneregeln in den Hallen einzuhalten. In der Mehrheit halten sich alle daran, aber es gibt aber auch Beschwerden, dass es nicht passiert, besonders an den Anschreibetischen. Dort wird teilweise der Mund-Nasenschutz nicht getragen. Aus diesem Grund haben wir allen Schiedsrichtern noch einmal Leitlinien an die Hand gegeben, wie sie sich verhalten sollen. Wir wollen niemanden gefährden, weder Schiedsrichter noch Zuschauer. Es ist mit viel Arbeit für die Vereine und auch für die Offiziellen des WBV verbunden, die Einhaltung der Regeln zu kontrollieren.


Wie schätzt du die aktuelle Lage ein?

Wir müssen sehen, wie sich das Ganze in den nächsten Tagen entwickelt. Bisher ist das Konzept des WBV gut aufgegangen. Die Einspielrunde ist gut angenommen worden. Der Seniorenspielbetrieb läuft weitestgehend gut, auch wenn manchmal Spiele wegen auftretender Corona-Infektionen verlegt werden müssen. Aber wir haben für diese Fälle einen Masterplan, wie dann zu verfahren ist.


Ist aus deiner Sicht bei den momentanen Inzidenzen verantwortungsvoller Basketball möglich?

Mit der Impfung haben wir auf jeden Fall einen gewissen Schutz, auch für andere. Inwieweit man selbst im Falle einer Infektion infektiös ist, ist nicht ganz klar. Ich lasse mich trotz Impfung regelmäßig testen und jetzt sind die Test ja auch wieder kostenlos. Das macht für aktive Sportler definitiv Sinn.

Wir als Verband machen alles, was in unseren Möglichkeiten liegt. Ich mag das „Auf Sicht fahren“ nicht so gerne, aber zurzeit bleibt uns wohl nichts anderes übrig. Immerhin ist das Gefühl nicht mehr so wie bei den ersten Lockdowns, weil sich eine Menge verändert hat und wir viele neue Erkenntnisse haben. Die Impfungen geben eine gewisse Sicherheit, aber ich habe das Gefühl, dass die Menschen und auch die Sportler zu locker mit dem Virus umgehen. Wir müssen besser lernen mit dem Virus zu leben.


Uwe, was möchtest du den Vereinen mit auf den Weg geben?

Wir durchleben eine sehr schwierige Zeit. Ich hoffe, wir haben bald wieder eine Bundesregierung, die Leitlinien vorgibt. Außerdem hoffe ich, dass wir eine Gesellschaft haben, die zusammenhält und dass die Impfquoten deutlich steigen. Außerdem wünsche ich mir, dass die geplanten 20 Millionen Boosterimpfungen, die zurzeit bis zum Jahresende geplant sind, funktionieren. Ich selbst habe bereits meinen Termin für die dritte Impfung, den ich selbstverständlich auch wahrnehmen werde.

Und meine große Bitte an die Vereine: Haltet weiterhin die Hygienemaßnahmen ein, damit unser Sport nicht negativ in den Fokus rückt. Das Schlimmste für uns alle wäre es, wenn sie uns die Hallen wieder schließen würden.


Das Interview führte Rüdiger H. Tillmann
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