Verband
Samstag Oktober 16, 2021

210911 wbv uwe verbandstag

Das war ein Verbandstag des Westdeutschen Basketball-Verbands.

Fast acht Stunden dauerte die Veranstaltung am 19. September 2021 in Iserlohn.

Mit etwas zeitlichem Abstand zieht WBV-Präsident Uwe J. Plonka jetzt Bilanz.

Uwe, das war in vielerlei Hinsicht ein Rekordverbandstag.

Da hast du recht. Die Anzahl der Anträge war rekordverdächtig. Aber wir leben in einer Demokratie und davon lebt Demokratie natürlich.


Allerdings werde ich das Gefühl nicht los, dass sich der eine oder andere Teilnehmer über den einen oder anderen Redebeitrag aufgeregt hat und deshalb schon früh nach Hause gefahren ist.

Schade ist es, wenn über Anträge und Formalien so endlos lange diskutiert wird und unangebrachte Einwände immer wieder aufhalten. Das sollte in Zukunft anders möglich sein. Deshalb appellieren wir ausdrücklich an die Redner, die inhaltlich wenig bis gar nichts zu den Themen beizutragen haben, sich zu überlegen, ob das die richtige Bühne für solche Auftritte ist.

Ebenfalls stellt sich mir die Frage, ob ein Verbandstag der richtige Ort ist, über juristische Prozesse der Vergangenheit oder der Zukunft zu diskutieren. Dazu sind die jeweiligen Themen viel zu komplex. Abgesehen davon, haben die meisten Mitglieder daran überhaupt kein Interesse.


Kommen wir zu den Beschlüssen des Verbandstags.

Es war gut, dass das Thema der Kreis-/Bezirksreform noch einmal diskutiert wurde und sich daraus jetzt auch einige Arbeitsaufträge ergeben haben. Mit diesen Aufträgen wird sich für den Verband jetzt erst einmal Sebastian Küppers beschäftigen, der eine Konzeption verfassen wird, die er dann bei der nächsten Präsidiumssitzung vorstellen wird. Auf dieser Basis werden wir dann versuchen, weitere Menschen für dieses Thema zu gewinnen. Ich hoffe, dass wir spätestens auf dem nächsten Verbandstag den Mitgliedern erste Ergebnisse präsentieren können.


Das Thema Kreis-/Bezirksreform hat die Gemüter ganz schön erhitzt.

Eins ist mir klar geworden, Reformen funktionieren nur mit den Mitgliedern gemeinsam und diese müssen auch bereit sein mitzumachen. Ich habe sehr deutlich dazu aufgerufen, dass sich alle einbringen mögen, damit wir am Ende ein konsensfähiges Ergebnis haben.

Wir brauchen starke Kreise, aktive Menschen in den Regionen und Kreisen, besonders für den Bereich der Schiedsrichterausbildung, das derzeit das größte Problem im Verband ist.


An diesem Wochenende ist die 1RLH in die Saison gestartet. Wie ist die aktuelle Situation bei den Schiedsrichtern?

Am Samstag fehlten uns schon die ersten Schiedsrichter, auch krankheitsbedingt. Wir mussten Schiedsrichter aus der 2RL hochziehen. Die Einspielrunde im Jugendbereich werden wir noch irgendwie über die Bühne kriegen, aber wenn Ende Oktober die eigentliche Saison im Seniorenbereich losgeht, dann werden wir echte Probleme bekommen. Inwiefern dann Spiele verschoben werden, oder am Ende ausfallen müssen, werden wir dann sehen. Noch wissen wir nicht, wie viele Schiedsrichter dann überhaupt zur Verfügung stehen. 

Dieses Thema muss und wird dringend angegangen. Auch da haben wir mit einer Arbeitsgruppe im Schiedsrichterausschuss einen klaren Auftrag der Mitglieder erhalten.


Auch das nächste Reformthema, die Reform der Beiträge im Westdeutschen Basketball-Verband, hat heftige Diskussionen ausgelöst.

Wir haben in der Vorbereitung dieses Thema und was wir eigentlich erreichen wollen nicht ausreichend erklärt. Dem Wunsch der Vereine nach mehr Transparenz, also Zahlen und Projekte noch früher vorzulegen, werden wir auf jeden Fall nachkommen.

Wir haben einen neuen Vizepräsidenten Finanzen, Benjamin Pakmor, der wird sich in dieses Thema einarbeiten. Ich bin sehr glücklich über seine Wahl, weil wir jetzt mit ihm einen absolut kompetenten Fachmann haben.


Also insgesamt ein positives Fazit?

Die gefassten Beschlüsse bringen uns weiter. Wir haben jetzt viele Arbeitsaufträge und das ist auch gut so.


Wir wollen aber nicht vergessen, es wurde auch gewählt.

Und es wurde Kontinuität gewählt und darüber freue ich mich als Präsident natürlich am meisten. Wir haben immer gesagt, dass wir mit einer Mannschaft arbeiten wollen, die zusammenpasst und das ist jetzt auch so passiert. Am Ende haben sich keine neuen Kandidaten zur Wahl gestellt. Ich appelliere aber noch einmal deutlich an die Mitglieder: Wer sich im Verband engagieren und mitarbeiten möchte, soll sich gerne persönlich bei mir melden.

Diesmal haben wir endlich auch zwei weibliche Mitglieder im Rechtsausschuss. Ich würde mir wünschen, dass der Verband deutlich weiblicher wird. Das kann man natürlich nicht erzwingen, deshalb versuchen wir aktiv auf mögliche Kandidatinnen zuzugehen. Der Basketball lebt nicht nur von männlichen Akteuren, sondern auch durch Spielerinnen und die vielen Helferinnen in den Vereinen. Das wissen wir und deshalb hätten wir Frauenpower auch gerne im Verband.


Uwe, du möchtest noch ein großes Dankeschön loswerden.

Genau, ein großes Dankeschön an alle, die zum Gelingen des Verbandstags beigetragen haben. Dem ganzen Team des WBV, allen Mitarbeitern der Geschäftsstelle und den Landestrainern, die so eifrig Stimmen gezählt haben. Und unseren Gästen und Rednern, u. a. Thorsten Schick, Mitglied des Landtags NRW und 1. stellvertretender Bürgermeister der Stadt Iserlohn, Ingo Weiß, Präsident des DBB, Wolfgang Brenscheidt, Generalsekretär des DBB, Martin Luckert, Vorstandsvorsitzender des TuS Iserlohn und Stefan Schey, Brandmanager von United Sports Brands, dem neuen Sponsor des WBV.

Wir haben alles getan, um unseren Mitgliedern einen guten Verbandstag zu präsentieren. Leid tut mir, dass es einige wenige Mitglieder gab, die den anderen Mitgliedern mit ihren Wortbeiträgen den Tag ein Stück weit verdorben haben. Natürlich hat jedes ordentliche Mitglied die Möglichkeit Anträge einzubringen und Wortbeiträge zu leisten, aber in der Form wie auf dem Verbandstag, war das sicherlich grenzwertig. Das ist auch schädlich für das Ehrenamt.


Das Interview führte Rüdiger Tillmann.

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