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Montag November 30, 2020

Der erste Spieltag in der 1. Regionalliga Herren war alles andere als ein guter Tag für die Heimmannschaften. In fünf von sechs Partien nahmen die Gäste die Punkte mit auf die Heimreise. Nur die Kellerkinder des Deutzer TV feierten in eigener Halle einen Sieg gegen Aufsteiger TuS 59 HammStars.

Im Spitzenspiel zwischen dem 3.- und dem 4.-platzierten der vergangenen Saison – Dragons Rhöndorf gegen die bringiton Ballers Ibbenbüren – kassierten die Dragons ein 73:87.

Mit einem echten Krimi feierte Aufsteiger Telekom Baskets Bonn einen gelungenen Einstand in der 1. Regionalliga. In Recklinghausen siegte die Zweitvertretung der Telekom Baskets nach Verlängerung 89:88.


1. Regionalliga Herren | 1. Spieltag | 25 + 26.09.2020

25.09.2020
BG Hagen - NEW Elephants Grevenbroich 87:98

26.09.2020
Deutzer TV - TuS 59 HammStars 75:61

Dragons Rhöndorf - bringiton Ballers Ibbenbüren 73:87
Citybasket Recklinghausen - Telekom Baskets Bonn 2 88:89
Hertener Löwen - BG Dorsten 79:87
BSV Münsterland Baskets Wulfen - TSV Bayer 04 Leverkusen 2 63:77


Link zum Spielplan der 1. Regionalliga Herren

Link zu den Ergebnissen der 1. Regionalliga Herren

Link zur Tabelle der 1. Regionalliga Herren


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BG Hagen - NEW Elephants Grevenbroich 87:98


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Deutzer TV - TuS 59 HammStars 75:61
vom Presseteam des Deutzer TV

Kellerkinder mit erfolgreichem Auftakt

Am vergangenen Samstagabend läuteten die Kellerkinder mit einem Heimspiel die Saison 2020/2021 ein. Gegen Aufsteiger Hamm sicherten sich die Deutzer direkt dank eines 75:61 den ersten Sieg der neuen Spielzeit.

Die Partie begann vielversprechend mit einem Layup von Ben Uzoma nach schönem Anspiel von Flo Schulz. Doch es folgten gut fünf Minuten Leerlauf, in denen beide Teams zwar munter den Court rauf und runter rannen, der Ball schlicht jedoch nicht durch den Ring fiel. Erst vier schnelle Punkte durch Patrick Reusch, der nach überstandener Verletzung sein Comeback feierte, brachen den Bann. Spätestens mit der Einwechslung des einzigen Deutzer Neuzugangs Chris Fröhlingsdorf löste sich der Knoten. Direkt mit der ersten Ballberührung scorte der Big Man zum 10:4. Da jedoch auch die Hammer gegen Viertelende ihre Scheu ablegten, konnte die Gäste 30 Sekunden vor dem Viertelende erstmals in Führung gehen – es sollte die einzige für den Rest des Spiels bleiben. Postwendend folgte die Antwort von Anton Geretzki, der kurz vor Viertelende einen Dreier aus dem Dribbling einnetzte (20:20).

Im zweiten Viertel legten die Deutzer einen Zahn zu. Sinnbildlich dafür war direkt die Anfangsminute, in der Lukas Wandel sich zunächst den Ball aus den Händen des gegnerischen Centers stibitzte, gleich mehrere Kellerkinder im folgenden Angriff das offensive Brett beim Rebound bearbeiteten und letztlich Timo Steffens die erneute Führung eroberte. Daran anknüpfend sorgte Anton Geretzki per Dreier und kontrolliertem Drive für einen etwas komfortableren Abstand (29:20). Es folgte erneut eine Phase mit vielen überhasteten Aktionen, die dieses Mal Philipp Pfeifer per Floater beendete (31:24). An diesem Abstand änderte sich bis zur Pause nichts mehr (38:31).

Nach dem Seitenwechsel schärften die Kellerkinder nochmals ihren Fokus. Patrick Reusch eröffnete den Spielabschnitt mit einem Korbleger nach schöner Hesitation und legte wenig später mit einem weiteren erfolgreichen Drive nach (44:31). Insgesamt klappte das Zusammenspiel in dieser Phase: Joe Koschade bediente mittels Durchstecker Ben Uzoma und Philipp Pfeifer fand per No-Look-/Über-den-Kopf-Pass in seinem Rücken Anton Geretzki in der Ecke für den Dreier zum 49:31.

Auch als die Hammer die Differenz wieder in den einstelligen Bereich zu drücken drohten, hatten die Kellerkinder spielstarke Lösungen parat: Erst attackierte Anton Geretzki das Herz der Zone, behielt den Überblick und fand per behind-the-back-Pass Chris Fröhlingsdorf, der es standesgemäß krachen ließen (55:41). Wenige Augenblicke später war es an Chris Fröhlingsdorf, sich als Passgeber zu inszenieren und den zum Korb cuttenden Philipp Pfeifer zu finden. Den Schlusspunkt im dritten Viertel setzten Fynn Schmitz, Flo Schulz und Chris Fröhlingsdorf, die in dieser Reihenfolge für den letzten Korberfolg zum 63:41 sorgten.

Zu Beginn des vierten Viertels setzte sich der Trend fort und die Deutzer überzeugten mit gutem Ballmovement und Extrapässen. Initiiert durch Joe Koschade weitete Lukas Wandel nach Extrapass von Flo Schulz mit einem Dreier den Abstand auf 68:44 aus. Für weitere Highlights sorgte Flo Schulz mit einem Chasedown-Block und seinem insgesamt fünften Assist auf Yannick Ossey zum 70:45 – die höchste Führung des Spiels. In den letzten gut sechs Minuten war die Luft raus aus der Partie – einzig Julian Literas Drive brachte nochmal Zählbares. Zwei Minuten vor dem Ende betrug der Vorsprung immer noch 20 Punkte, ehe Hamm Ergebniskosmetik an der Freiwurflinie betreiben konnte.

Unter dem Strich freuten sich die Kellerkinder riesig über den ersten Saisonsieg – und den lang ersehnten Saisonstart im Allgemeinen. Phasen des dritten Viertels und der Beginn des vierten Viertels deuteten an, wohin die Richtung für das eigene Spiel gehen soll. Alle zwölf Spieler konnten ihren Beitrag in der tiefen Rotation leisten. Mit Blick auf das Spiel in Herford am kommenden Samstag wird jedoch eine Leistungssteigerung und mehr Konstanz erforderlich sein, um gegen eines der Topteams der Liga eine Chance haben zu können.

Coach Nils Müller ordnete die Leistung nach dem Spiel entsprechend ein:
„Wir hatten Phasen im Spiel, welche gezeigt haben, wo wir hin wollen. Wenn wir die richtigen Schlüsse ziehen und das Spiel als Teil unseres Entwicklungsprozesses sehen, sind wir auf einem guten Weg.“

In der kommenden Woche steht die längste Auswärtsreise der Saison nach Herford an. Bereits in der letzten Saison stellten die Ostwestfahlen eines der besten Teams der Liga und konnten den Kern im Sommer halten. Die Kellerkinder erwartet also eine höhe Hürde. Das nächste Heimspiel richtet der DTV am Freitag, 09.10. um 20:30 Uhr gegen die zweite Mannschaft der BAYER Giants Leverkusen aus – als Auftakt zu einem Doppelspieltag. Auf diesem Weg bedankt sich die Mannschaft auch noch ausdrücklich bei allen Helferinnen und Helfer, die am Samstag den organisatorischen Aufwand gestemmt haben und eine Austragung vor Zuschauern ermöglichten.


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Deutzer TV - TuS 59 HammStars 75:61
von Petra Kostyszyn (TuS 59 HammStars)

Erste Erfahrung in der 1. Regionalliga gesammelt

HammStars verlieren ihr Auftaktspiel auswärts gegen den Deutzer TV mit 75:61 (Viertelergebnisse 20:20 / 18:11 / 25:10 / 12:20)

Gestern abend, 18.30 Uhr, Sporthalle der Fachhochschule Deutz. Der erste Hochball für die junge Truppe der HammStars in der 1. Regionalliga – Anspannung und Adrenalinschub pur für unsere Jungs. Die Nervosität war der Mannschaft deutlich anzumerken und blieb auch während des kompletten Spiels erhalten.

Auch für viele unserer Spieler waren dies die ersten Erfahrungen in der höchsten Amateurspielklasse des WBV. Die Deutzer nutzten ihre körperliche Präsenz unter den Körben, während die HammStars viele einfache Chancen liegen ließen. Das 1. Viertel konnten beide Teams noch ausgeglichen gestalten, aber zur Halbzeitpause lag der Gastgeber nicht nur aufgrund des deutlich gewonnenen Rebound-Duells (33:21) mit 38:31 vorn.

Im 3. Viertel setzte sich dann diese Tendenz weiter fort. Die HammStars standen in der Defense bis auf wenige Ausnahmen gut, aber vorn wollten die Körbe einfach nicht fallen. Zwar holten unsere Jungs im letzten Viertel alle Reserven aus sich heraus und gewannen dieses deutlich mit 12:20, konnten damit aber nur das Ergebnis zur Niederlage abmildern. Am Ende gewann Deutz verdient mit 75:61 in eigener Halle.

Headcoach Rosic nach dem Spiel: „Glückwunsch zum Sieg an die sympathischen Deutzer. Die Niederlage trifft uns nicht ganz unerwartet, denn dies war unser 1. Auftritt in der 1. RL und wir müssen noch viel lernen. Deutz hat clever gespielt und uns das Leben schwer gemacht. Unsere Aufgabe ist jetzt, das Spiel gründlich zu analysieren und unsere Fehler abzustellen.“

Nächstes Wochenende wartet bereits der nächste dicke Brocken auf unser junges Team, wenn wir die BG Hagen in unserer Halle erwarten. Diese erfahrene Mannschaft wird unserem Team alles abverlangen. Daher unser Aufruf an unsere Fans: kommt in die Halle und unterstützt Euer Team gegen die BG Hagen! Das Spiel findet statt am Samstag, 03.10.2020 ab 19.30 Uhr in der Sporthalle des Beisenkamp-Gymnasiums.


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Dragons Rhöndorf - bringiton Ballers Ibbenbüren 73:87
von Daniel Stein (Dragons Rhöndorf)

Dragons verkaufen sich teuer

Mit der maximal zulässigen Anzahl von 372 Fans im Rücken bot das junge Team vom Bad Honnefer Menzenberg den Ballers aus Ibbenbüren einen großen Fight, musste sich aber in den finalen Minuten der Partie geschlagen geben.

Gegen einen der Top-Favoriten der 1.Regionalliga West musste das Trainer-Duo Julius Thomas und Yassin Idbihi auf Neuzugang Oshane Drews verzichten, der ebenso wie Ousmane Ndiaye aufgrund von Blessuren nicht zur Verfügung stand. Sein Debüt feierte dagegen Nikola Petojevic, dessen Spielberichtigung rechtzeitig eingegangen war und der neben Bruno Albrecht, Simonas Lukosius, Paul Albrecht und Marek Mboya Kotieno die Starting Five der Drachen komplettierte.

Gegen robuste und routinierte Gäste aus dem Tecklenburger Land fand das junge Drachen-Ensemble nur schwer ins Spiel und musste sich vor allem in der Offense jeden Punkt hart verdienen. Als richtige Entscheidung entpuppte sich die Hereinnahme von Center de Oliveira, der per Drive und Korbleger 4 Punkte in Folge erzielen konnte und seinem Team etwas Sicherheit gab und per Buzzerbeater von Downtown die finalen Punkte des ersten Viertels markierte (15:22). Mit schnellen Händen in der Defense war es Bruno Albrecht, der die Dragons zunächst im Spiel hielt und drei Ballgewinne in Folge in Zählbares auf der Anzeigetafel umwandelte (29:32). Mit einem seltenen 4-Punktspiel war es am jungen Guard auch die erste Führung des Spiels für die Hausherren zu erzielen (33:32). Mit klaren Vorteilen in der Transition befeuerten die Drachen ihren zwischenzeitlichen 11:0-Lauf und sorgten für erste Sorgenfalten auf der Stirn von Gästetrainer Geno Nesbitt. Erst von der Freiwurflinie konnten die Gäste den Lauf der Drachen brechen, die mit teils atemberaubenden Pass-Stafetten zu überzeugen wussten und mit einem knappen Rückstand von lediglich einem Punkt den Weg zum Pausentee in die Kabine antraten (37:38).

Auch nach der Pause blieben die Drachen auf Betriebstemperatur und boten den Gästen den sprichwörtlichen Kampf mit dem offenen Visier, der von den Fans mit viel Applaus honoriert wurde. Erst die Einwechslung von US-Boy Jordan Hill auf Ibbenbürener Seite ließ das Momentum etwas kippen und zwang Headcoach Julius Thomas zur ersten Auszeit der zweiten Halbzeit. Mit der klaren Marschroute den Ball unter den Korb zu bringen stoppten die Drachen zunächst den Lauf die Ballers, die jedoch vor allem in den finalen Sekunden des Viertels die Fehler der Dragons bestraften und sich vor dem finalen Spielabschnitt wieder leicht absetzen konnten (58:62). Auch in den verbleibenden 10 Minuten warfen die Dragons alles an Einsatz und Leidenschaft in die Waagschale, mussten jedoch mit Paul Albrecht einen Eckpfeiler mit seinem 5. Foul frühzeitig aus dem Spiel nehmen. Doch auch ohne ihren Leitwolf steckten die Drachen nicht auf, mussten jedoch letztlich die größere Routine und Rotation der Gäste anerkennen, die besonders in Sachen Physis nochmals eine deutliche Schippe drauf legten und teils hart an der Grenze des Erlaubten agierten.

Trotz der letztlich verdienten 73:87-Niederlage machte das neu formierte Drachen-Team Lust auf mehr, bot man einem mit klaren Aufstiegsambitionen ausgestatteten Team aus Ibbenbüren über 40 Minuten einen harten Kampf, der erst in den Schlussminuten durch entschieden wurde.

Yassin Idbihi (Associate Headcoach Dragons Rhöndorf): „Wir haben es uns im ersten Viertel zu einfach gemacht und sind erst im zweiten Viertel richtig in Spiel gekommen. Die Jungs haben gezeigt welches Potential wir haben. Jedem muss klar sein, dass wir uns mit unserem Weg mit jungen deutschen und internationalen Spielern zu arbeiten wieder einen Namen gemacht haben und diesen Weg konsequent weiter gehen werden. Natürlich können und müssen wir besser spielen, aber die Jungs werden lernen und sich entwickeln und ich denke wir haben mit diesem Team eine große Zukunft vor uns.“

Geno Nesbitt (Headcoach bringiton Ballers Ibbenbüren): „Respekt an Rhöndorf, die uns mit ihrem jungen Team einen harten Kampf geliefert haben. Das Dragons-Team hat viel Potential. Ich bin zufrieden mit unserem Spiel, da wir besonders untern den Körben gut gearbeitet haben. Unser Ziel ist es sicher in die Playoffs zu kommen.“


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Citybasket Recklinghausen - Telekom Baskets Bonn 2 88:89 n. V.
von Martin Karbe (Citybasket Recklinghausen)

Overtime-Krimi ohne Happy End

Am Einsatz hat es nicht gelegen: Trotz großen Kampfgeistes unterlagen die stark ersatzgeschwächten Erstregionalliga-Korbjäger von Citybasket zum Saisonauftakt der Zweitvertretung der Telekom Baskets Bonn in einem hochspannenden Match erst nach Verlängerung mit 88:89 (78:78; 38:44).

Nathan Davis, Jamie Töps, Kiki Bruns, Jan Letailleur, Salman Manzur - aus der Liste der Ausfälle hätte Citybasket-Coach Johannes Hülsmann gut und gern eine Starting Five bilden können. So aber mussten die anderen es richten - ergänzt um Max Gahlen und Philip Lütkenhaus aus der Zweitvertretung und Nachwuchstalent Felix Gröne. Und sie hängten sich auch richtig rein - angeführt von Neuzugang Kanseo, der mit 24 Zählern und unglaublichen 22 Rebounds zum effektivsten Spieler avancierte, sowie Niklas Meesmann, mit 33 Zählern Topscorer der Gastgeber.

"Unsere Verteidigung hat in der ersten Halbzeit und besonders im zweiten Viertel nicht so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben", analysierte Hülsmann den Spielverlauf, "später wurde es dann besser und so sind wir auch am Ende wieder herangekommen." Jari Beckmann hatte die Aufgabe bekommen, Bonns offensiven Hauptdarsteller Jeremy Lewis in enge Bewachung zu nehmen - und machte hier einen guten Job. Ajuch den anderen Bonnern wurde das Punkten erschwert.

Trotzdem blieb das Gästeteam von Coach Milovic bis kurz vor Ende der Partie immer leicht in Front - und schien den Sieg über die Ziellinie retten zu können. Doch in der Schlussminute mobilisierten die Recklinghäuser noch einmal alle Kräfte: Zwei verwandelte Freiwürfe von Lennard Kaprolat und ein schönes Backdoor-Anspiel von Kanseyo auf Meesmann ließen die Zuschauer in der Vestischen Arena jubeln: 78:78!

Nun schien das Momentum auf die Seite der Weißen zu wandern: Mit einem verwandelten "Dreier" und einem Vierpunktspiel brachte Topscorer Meesmann seine Farben mit 86:83 in Front. Sollte Bonn nun einbrechen? Sie gingen in der entscheidenden Phase über ihren US-Boy Lewis, der zwei schwere Dreipunktwürfe aus der linken Spielfeldecke verwandelte - und sostand es trotz der verwandelten Freiwüfe von Jari Beckmann 32 Sekunden vor Schluss 88:89.

Ballbesitz Citybasket. Den Gastgebern fehlte aber trotz Auszeit die Ruhe, um in 24 Sekunden einen guten Wurf herauszuspielen - und auch als Bonns Aaron Isah ihnen durch seine verfrühten Jubelsprünge und den damit verbundenen Schrittfehler noch einmal acht Extra-Sekunden bescherte, wollte der Ball nicht mehr durch die Reuse - die Niederlage war besiegelt. Lange Gesichter bei den Recklinghäusern, die trotz der zahlreichen Ausfälle einen Sieg ebenso verdient hatten wie die Gäste.

Warum es jedoch trotz der enormen Rebouond-Überlegenheit von 63:44 nicht gereicht hat, verrät ein Blick in die Wurf-Statistik: Niklas Meesmann war der einzige Recklinghäuser, der an diesem Tag von der Dreipunktelinie erfolgreich war - während er fünfmal traf, schossen seine Mitglieder nur Fahrkarten, was in einer katastrophalen Quote von 17 Prozent mündete. Die Bonner lagen mit 32,6 Prozent fast doppelt so hoch - sicher einer der Hauptgründe, warum der Aufstieger am Ende jubeln durfte.

Vor dem Hintergrund der zahlreichen Ausfälle kommt es Team und Trainer mehr als gelegen, dass man am kommenden Wochenende aufgrund der 13er-Liga spielfrei ist. Weiter geht es dann in zwei Wochen mit dem Freitagsspiel am 9. Oktober (20:00 Uhr, Vestische Arena) gegen die Hamm Stars.


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Citybasket Recklinghausen - Telekom Baskets Bonn 2 88:89 n. V.
von Pascal Gediga (Telekom Baskets Bonn)

Saisonauftakt, Auswärts, Verlängerung, Sieg!

Das hätte kein Krimibuchautor besser schreiben können. Die Baskets-Zweitvertretung besiegte als Aufsteiger zum Saisonauftakt Citybasket Recklinghausen auswärts nach Verlängerung mit 89:88 (24:24, 20:14, 17:17, 17:23, 11:10). Jeremy Lewis wurde mit 23 Punkten und zwei entscheidenden Dreiern Bonner Topscorer.

Die Baskets starteten fokussiert in die Begegnung und fanden offensiv sofort einen guten Mix aus Dreiern und Abschlüssen am Korb. Recklinghausen erzielte besonders durch Offensiv-Rebounds und Abschlüsse am Brett ihre Punkte, sodass das erste Viertel mit 24:24 ausgeglichen endete.

Im zweiten Viertel bot sich ein ähnliches Bild. Bonn traf stark von außen, hatte zur Halbzeit bei 15 Versuchen sechs Distanzwürfe eingenetzt, während Recklinghausen bis zur Halbzeitpause schon 12 Offensiv-Rebounds eingesammelt hatte und aus den zweiten Chancen das Spiel offenhielt. Trotzdem konnten sich die Baskets dank starker Defensive und guter Ballbewegung im Angriff bis zur Halbzeit leicht auf 44:38 absetzen.

Nach dem Seitenwechsel fiel der Bonner Distanzwurf nicht mehr so konstant und das Recklinghäuser Spiel konzentrierte sich zunehmend auf den Edelschützen Niklas Meesmann (33 Punkte, fünf Dreier) und den Big Man Tyson Kanseyo (24 Punkte, 22 Rebounds). Trotzdem konnten die Gäste nach den 17 Führungswechseln in der ersten Hälfte ihren Vorsprung über das gesamte Viertel lang aufrechthalten und führten vor dem Schlussabschnitt mit 61:55.

Im vierten Viertel hatte Bonn gleich mehrfach die Chance das Spiel einzutüten, verpasste aber offene Würfe für die Vorentscheidung. Acht Sekunden vor Schluss glich Recklinghausen durch Niklas Meesmann aus, der letzte Baskets-Angriff endete in einem Offensivfoul. Mit 78:78 ging es in die Verlängerung.

Knapp eine Minute vor Ende der Overtime führten die Hausherren mit drei Zählern, dann kamen die entscheidenden Momente durch Jeremy Lewis, der zweimal in Folge von der linken Seite seine Dreierversuche traf und die Baskets 30 Sekunden vor Ende wieder mit einem Punkt in Führung brachte (89:88). In der verbleibenden Restspielzeit kam Recklinghausen noch zu zwei schwierigen Wurfversuchen, bevor Bonn den letzten Rebound des Spiels einsammelte und die kollektive Freude über den Auftaktsieg keine Grenzen mehr kannte.


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Hertener Löwen - BG Dorsten 79:87
von Frank Fabek (BG Dorsten)

Ausrufezeichen zum Saisonstart: BG Dorsten siegt 87:79 in der Höhle der Löwen

Durch einen 87:79 Derbysieg gegen die favorisierten Hertener Löwen starten Franjo Lukenda und sein Team optimal in die neue Saison. Mit einem bemerkenswerten Comeback nach einem -21 Punkte Rückstand bewiesen Koehler und Co. erneut ihre mentale Stärke ganz nach dem Motto : „Die BG Dorsten gibt erst mit der Schlusssirene auf“.

Die Gastgeber aus Herten mussten auf den unter der Woche neuverpflichteten US-Amerikaner Lavon Hightower sowie Matthias Perl verzichten, auf Dorstener Seite fehlte der verletze Jonas Peters.

Die Hertener Löwen starteten Selbstbewusstsein in die Partie und zogen nach einem 8:0 Lauf nach 5 Minuten auf 17:8 davon. Lukenda sah sich gezwungen seine erste Auszeit zu nehmen. Zu fahrig agierte sein Team im Angriff und in der Verteidigung fehlte die Intensität. Vor allem der Hertener Leevi Erkkilä traf aus der Distanz nach Belieben. Nach einem 7:0 Lauf konnten die Dorstener das Ergebnis auf 20:25 verkürzen. Das 2. Viertel bot wenig Besserung. Die Hertener Erkkilä aus der Distanz und Luca Bambulis drehten auf und brachten ihr Team zur Halbzeit beim Stand von 49:34 mit +15 Punkten in Führung.

Für Franjo Lukenda gab es in der Halbzeitpause viel zu bereden. Doch bereits in der Halbzeitpause zeigte sich die Dorstener Mentalität. Das Motto zum Start in das 3. Viertel lautete: „Wir brauchen 5 starke Minuten, dann sind wir wieder zurück“. Zu Beginn des 3. Viertels zeigte sich das Vorhaben noch nicht auf dem Platz. Nach 3 Minuten baute Herten seine Führung auf + 21 aus. Lukenda nahm eine Auszeit, und die zeigte Wirkung. Dorsten spielte intensiver und cleverer in Defense und Offense. Der Vorsprung der Gastgeber schmolz in der 25. Minute beim Stand von 55:42 (+13) und zum Viertelende beim Stand von 64:58 auf +6 Punkte.

Auch im Schlussviertel zogen Willi Koehler und Co. das Tempo weiter an und konnten in der 35. Minute beim Stand von 71:70 aus Dorstener Sicht das Spiel endgültig drehen. Die Hertener Löwen waren geknackt. Die BG Dorsten lies nichts mehr anbrennen und gewann am Ende verdient das Spiel. Herausragender Akteur auf Dorstener Seite war US-Neuzugang Mark Gordon mit 40 Punkten, 10 Rebounds und einer Effektivität von +36.

Headcoach Franjo Lukenda zum Spiel: „Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten natürlich. Wir starten katastrophal und spielen als hätten wir nicht einmal vorher zusammen trainiert. Offensiv und defensiv unnötige Fehler und überhaupt nicht das, was wir uns vorgenommen haben. Dazu kam aber auch eine unfassbare Quote von Herten, die nach dem ersten Viertel eine Dreierquote von fast 72% hatten. Ich habe den Jungs in der Kabine gesagt, dass wir bei 60% sind und Herten bei 110%. Das mussten wir ändern und ab Mitte des dritten Viertels ist uns das auch sehr gut gelungen. Idrissa hat die Sonderaufgabe mit Erkkilä grandios gelöst und ihm nicht einen freien Wurf mehr gegeben. Das war unser Schlüssel zu Sieg. Außerdem muss man auch offen sagen, dass wir mit Mark einen Spieler auf dem Feld hatten, der von niemandem mehr verteidigt werden konnte und offensiv dominiert hat. Insgesamt ein toller Start in die Saison für mich. Wir haben deutlich gesehen, woran wir noch arbeiten müssen und wo unsere Schwächen sind aber zeitglich hat die Mannschaft bewiesen, dass sie sich nicht ergibt und immer an den Sieg glaubt, egal wie es steht. Dass wir dann am Ende noch gewinnen ist natürlich umso schöner aber das wir Charakter bewiesen haben, ist für mich viel wichtiger."


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BSV Münsterland Baskets Wulfen - TSV Bayer 04 Leverkusen 2 63:77
aus dem Newsletter der BSV Münsterland Baskets Wulfen

Fehlstart des BSV Wulfen

Mit einem Rohrkrepierer ist die 1. Herrenmannschaft BSV Wulfen in die Saison der Regionalliga West gestartet. Gegen die Reserve vom Deutschen Rekordmeister Bayer Leverkusen kassierten die Münsterland Baskets eine hochverdiente 63:77 (25:39)-Heimniederlage, die den BSV gleich in den Tabellenkeller stürzen lässt. Angesichts der anstehenden schweren Aufgaben in Ibbenbüren (Gewinner des Topspiels in Rhöndorf), in Rhöndorf und in Deutz steht den Wölfen ein Oktober mit superschweren Aufgaben bevor.

Gegen die junge Bayer-Mannschaft konnten die Wulfener Korbjäger bis auf wenige Minuten im letzten Viertel überhaupt nicht überzeugen. Saft- und Kraftlos gingen schon die ersten Spielminuten mit 3:13 verloren. Kein einziges Mal gaben die Gäste diese Führung mehr ab, demütigten den BSV nahezu nach Belieben. Leverkusens Topspieler Lennart Winter hatte die Reise nach Wulfen gar nicht erst mitgemacht. Aber das Team von Neu-Trainer Karsten Schul wollte den Sieg offensichtlich mehr als der BSV. Deutliches Zeichen dafür: Die Rebounds gingen mit 54:39 an Bayer, zur Pause schon mit 28:18. Diesen Umstand allein mit dem Nichtwirken von BSV-Center-Roitinier Michael Haucke (Rückenprobleme) erklären zu wollen, greift zu kurz.

Über die gesamten 40 Spielminuten hatten die Wölfe sogar mehr Würfe als ihr Gast: 68:65 Versuche aus dem Feld. Aber mit einer Trefferquote von unter 30 Prozent war der BSV deutlich schwächer als Leverkusen (40 Prozent). Und damit ging der Auftaktsieg hochverdient an die Mannschaft um Topscorer Daniel Merkens (22 Punkte) und Spielmacher Nico Funk (8 Assists). Nach dem Seitenwechsel lag die Mannschaft von Gary Johnson bereits 30:53 (24.) zurück. Vor dem Schlussviertel hieß es noch 43:62, später 43:65. Trotz dieses 22-Punkte-Rückstandes (33.) gab sich das Wolfsrudel nicht auf. Fünf Minuten vor Ende sorgte ein Dreier von US-Spielmacher Bryant Allen für das 56:67. Die rund 150 Zuschauer hofften noch einmal, aber Leverkusen machte an der Freiwurflinie den Sack zu. Dreier von Migel Wessel zum 60:72 und vom starken Youngster Matej Šilić zum 63:72 (38.) waren auch nur noch ein Fünkchen, bevor die Wulfener Hoffnungen vollends starben.

Lange Gesichter beim BSV nach dem Match – gegen den Mitaufsteiger von 2019 sollte unbedingt ein Heimsieg her. Nur der aktuelle Aufsteiger TuS 59 HammStars erzielte am 1. Spieltag mit 61 Punkten weniger Körbe als der BSV Wulfen. Aufstiegskandidat TV Ibbenbüren freut sich bereits auf den kommenden Samstag auf das Duell Nord-Münsterland gegen Süd-Münsterland.


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Für die Inhalte der Artikel sind die jeweils benannten Autoren oder Vereine verantwortlich. Die Inhalte der Artikel spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung des WBV wider.

Wir bedanken uns bei allen Teams und Verantwortlichen, die Spielberichte und Fotos zur Verfügung stellen.

Bildmaterial zur Verfügung gestellt von den Telekom Baskets Bonn. Dankeschön.

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