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Sonntag Januar 24, 2021

Drei Spieltage vor Ende der Hauptrunde in der 1. Regionalliga Herren stehen die RheinStars Köln mit 10 Punkten Vorsprung als Erster fest. Nach den ETB Wohnbau Miners muss auch die SV Haspe 70 den Gang in die 2. Regionalliga antreten.

Und trotzdem bleibt die 1. Regionalliga Herren spannend wie nie, denn der Kampf um die Playoff-Plätze läuft auf Hochtouren. Zwischen Platz 5 und 10 liegen nur 6 Punkte.

Durch die Heimniederlage der Hertener Löwen gegen den Deutzer TV und den Sieg des TSV Bayer Leverkusen bei der SV Haspe 70 liegen beide Teams jetzt punktgleich mit 24 Punkten auf den Plätzen 8 und 9. Davor stehen mit Citybasket Recklinghausen, der BG Hagen und dem Deutzer TV drei Mannschaften mit jeweils 26 Punkten.

Der Spielplan könnte besser nicht sein. Nach der Karnevalspause treffen Leverkusen und Herten direkt aufeinander. Das gilt auch für Deutz und Recklinghausen.


1. Regionalliga Herren | 23. Spieltag | 14 + 15.02.2020

14.02.2020
BG Hagen - Dragons Rhöndorf 108:94

15.02.2020
Citybasket Recklinghausen - NEW Elephants Grevenbroich 91:74
SV Haspe 70 - TSV Bayer 04 Leverkusen 2 55:72
ETB Wohnbau Miners - BG Dorsten 83:91
BBG Herford - bringiton Ballers Ibbenbüren 94:83
Hertener Löwen - Deutzer TV 58:64
BSV Münsterland Baskets Wulfen - RheinStars Köln 69:77


Link zum Spielplan der 1. Regionalliga Herren

Link zu den Ergebnissen der 1. Regionalliga Herren

Link zur Tabelle der 1. Regionalliga Herren


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BG Hagen - Dragons Rhöndorf 108:94
von Daniel Stein (Dragons Rhöndorf)


Dragons gehen im Dreier-Hagel unter.

Das war ein deutlicher Dämpfer! Nach einer über weite Strecken indiskutablen defensiven Vorstellung unterliegen die Dragons Rhöndorf bei der BG Hagen deutlich und verdient und rutschen in der Tabelle auf den dritten Rang ab.

Neben dem verletzten David Falkenstein, fehlte auch Shooting Simonas Lukosius im Kader des Teams von Interims-.Headcoach Yassin Idbihi. Der zuletzt so treffsichere Youngster weilte zur Absolvierung einiger schulischer Prüfungen in Litauen und wird nach der Karnevals-Pause wieder ins Spielgeschehen eingreifen. Auch Aufbau-Routinier Enric Garrido Foz wurde aufgrund anhaltender Waden-Probleme vorsorglich weiterhin geschont.


Vom Sprungball weg deuteten beiden Teams ihr immenses offensives Potential an und es entwickelte sich auf dem Parkett der Hagener Otto-Densch-Halle ein wahrer Shoot-Out mit wenig Defense und vielen Highlights in und außerhalb der Zone. Während die Drachen jedoch im zweiten Viertel merklich abkühlten, blieben die Hausherren „on fire“ und nutzten die mangelnde defensive Gegenwehr des Teams von Interims-Headcoach Yassin Idbihi dankend aus. Stramme 57 Punkte konnte Hagen bereits bis zum Pausentee auf das Scoutingboard eintragen und sich bereits mit 14 Punkten absetzen (57:43).

Zwar kamen die Drachen nach der Pause offensiv wieder leicht verbessert ins Spiel und hatten in Gabriel de Oliveira ihren Aktivposten, doch die BG setzte immer wieder nochmals offensiv einend drauf. Besonders von Downtown konnte die Mannschaft von Coach Kosta Filippou nahezu unbedrängt schalten und walten, was besonders der litauische Scharfschütze Vytautas Nedzinskas für sich zu nutzen wusste und überragende sieben Würfe von jenseits der 6,75-Meterlinie im Drachen-Korb unterbrachte. Mit einem deutlichen Spielstand von 95:72 ging es in die finalen 10 Minuten, wo Hagen deutlich einen Gang runter schaltete und aufgrund des schon sicheren Sieges die Rotation voll ausnutzte. Die Drachen konnten ihrerseits nochmals einige Akzente in der Offensive setzen, die aber nicht über die abermals schwache defensive Vorstellung hinwegtäuschen können.

Mit überragenden 59% von Downtown konnte die BG Hagen gegen die Dragons überzeugen und insgesamt 16 erfolgreiche Würfe von der 3er-Linie im Korb der der Drachen unterbringen. Auch in Sachen Assists hatten die Westfalen deutlich die Nase vorn (17-8). Weiter geht es für die Dragons Rhöndorf nach der Karnevals-Pause, wenn am 29. Februar die ETB Wohnbau Miners aus Essen im DragonDome gastieren. Tickets für das Heimspiel gibt es wie immer online oder im Vorverkauf bei Intersport Axel Schmidt in der Bad Honnefer Innenstadt.


Yassin Idbihi (Interims-Headcoach Dragons Rhöndorf): „Das war eine sehr schwache Vorstellung von uns, anders kann man es nicht sagen. Ich bin sehr enttäuscht über unser Auftreten und unsere interne Analyse wird entsprechend knallhart und auch unangenehm. Ich hoffe, dass jetzt wirklich der Letzte verstanden hat, dass wir alle unsere Ziele vergessen können, wenn wir nicht anfangen zu verteidigen und defensive Spannung aufzubauen. Glückwunsch an die BG Hagen zu einem verdienten Sieg.“


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Citybasket Recklinghausen - NEW Elephants Grevenbroich 91:74
von Martin Karbe (Citybasket Recklinghausen)

Hülsmann-Fünf hält Kurs.

Die Regionalliga-Herren von Citybasket bleiben in doppelter Hinsicht auf Kurs: Zum einen bedeutete das 91:74 (41:36) gegen die BSG Elephants Grevenbroich die Wahrung des Heimnimbus in 2020, zum anderen war der Sieg ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Playoff-Teilnahme.

Obwohl der Heimerfolg am Ende recht souverän ausfiel, war Coach Johannes Hülsmann nicht so wirklich zufrieden. Insbesondere in der Anfangsphase tat sich sein Team durchaus schwer mit dem personell gebeutelten Gegner, der nach der kurzen Trainer-Episode mit Ryon Howard wieder von Jason Price gecoacht wurde.

Personell geschwächt waren auch die Recklinghäuser in die Partie gegangen; die unter der Woche krankheitsbedingt pausierenden Till von Guionneau und Jonas Bredeck standen zwar im Aufgebot, kamen aber beide nicht zum Einsatz. Dafür stand Youngster Lennard Kaprolat in der Startformation und wurde ebenso wie Timo Volk stärker in die Rotation eingebunden.

Bis zur Pause entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem Grevenbroichs Topscorer Troy Harper allerdings keine Akzente setzen konnte: Gerade einmal vier Zähler gelangen dem Guard in der ersten Halbzeit; bis zur Schlusssirene sollten es deren 12 sein. Ganz anders sein Pendant Antoine Myers auf Citybasket-Seite. Zuverlässig wie ein Uhrwerk spulte der Linkshänder einmal mehr seine Performance herunter, zog zum Korb oder traf sicher aus der Mitteldistanz – und war am Ende erneut Top-Scorer und Top-Assistgeber seiner Farben. Die Kategorie Rebounds wurde diesmal von Frederik Adriaans angeführt, der mit 12 eingesammelten Abprallern und 21 Zählern ebenfalls zu den tragenden Säulen zählte.

So vergrößerte sich dann der Vorsprung der Heimfünf im Laufe des dritten Viertels auf 13 Punkte, auch weil die Elephants nun das Niveau des ersten Durchgangs nicht mehr halten konnten und deshalb allmählich den Anschluß verloren. Der Schlussabschnitt sollte nicht mehr viel am Ausgang der Begegnung ändern: Citybasket tat genug, um den Gast nicht mehr herankommen zu lassen; Grevenbroich hatte nicht mehr die Energie, um noch entscheidend zu verkürzen.

Nach diesem neuerlichen Heimerfolg befinden sich Team und Trainer auf Tabellenrang sieben, punktgleich mit den darüber platzierten BG Hagen und Deutzer TV. Und zu eben jenen Deutzern führt der Weg die Hülsmann-Fünf am übernächsten Wochenende. Hier besteht die Möglichkeit, nicht nur Revanche für die empfindliche Heimniederlage der Hinserie zu nehmen, sondern zugleich, sozusagen außer der Reihe, einen zusätzlichen Big-Point im Playoff-Rennen mitzunehmen.


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SV Haspe 70 - TSV Bayer 04 Leverkusen 2 55:72
von Christopher Kwiotek (TSV Bayer Leverkusen)

Erfolgreich in die Karnevalspause.

Die zweite Herren des TSV Bayer 04 Leverkusen verabschiedet sich mit einem Sieg in die bevorstehende Karnevalspause der 1. Regionalliga West. Das Team von Headcoach Jacques Schneider bezwang am 23. Spieltag der Saison 2019/20 die SV Haspe 70 mit 72:55 (37:36).

In der Rundsporthalle Haspe sahen die Zuschauer eine zunächst gut aufgelegte Heimmannschaft, die BAYER einige Probleme bereitete. Im Angriff suchte Leverkusen noch nach dem Rhythmus, während in der Defensive noch nicht alles wie gewünscht verlief. Die Führung der SV in Höhe von 21:17 nach zehn gespielten Minuten ging durchaus in Ordnung. Doch für die Rheinländer sollte es ab diesem Zeitpunkt an besser laufen. Trainer Jacques Schneider „briefte“ seine Jungs in der Verteidigung härter zu arbeiten und siehe da: Die Mannschaft setzte dies umgehend um! Der TSV kämpfte sich heran und ging kurz vor Ende der ersten Halbzeit gar in Führung. Diese nahmen die GIANTS ll beim Spielstand von 37:36 mit in die Kabine.

Die Zweitvertretung kam gut aus der Pause zurück und setzte dann den Grundstein für den Erfolg in der Defense. Haspe hatte arge Probleme gegen die gut arbeitende Leverkusener Verteidigung zurechtzukommen. Dies zahlte sich für die Farbenstädter in den zweiten zwanzig Minuten mehr als aus. Lediglich 19 Zähler (!) kassierte BAYER in der gesamten zweiten Halbzeit – eine tolle Abwehrleistung der „Giganten“. Die „Zwote“ feierte einen am Ende völlig verdienten 72:55-Sieg gegen den bereits feststehenden Absteiger SV Haspe 70.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftritt meiner Mannschaft“, so Coach Schneider „Im ersten Viertel hat Haspe guten Zugriff auf das Spiel. Es ist uns dann im Anschluss gelungen wieder zurückzukommen. Die Partie haben wir schlussendlich in der Verteidigung zu unseren Gunsten entscheiden können. Des Weiteren haben wir wieder tief rotieren können was dafür gesorgt hat, dass jeder Spieler Einsatzzeit erhalten hat. Genau das war unser Ziel. Alles in allem war es ein gelungener Spieltag für uns.“

Ein Sonderlob verdiente sich Michel Vollberg, der mit 14 Zählern und 12 Rebounds eine starke Leistung ablieferte. Der Forward wurde so zum „Spieler des Spiels“: „Michel hat super gespielt, keine Frage“, freute sich Schneider über den Auftritt seines Schützlings „allerdings haben auch Daniel Merkens, Benjamin Nick oder Jacob Engelhardt einen tollen Job abgeliefert. Insgesamt hatten wir fünf Spieler, die am Ende neun oder mehr Punkte auf dem Konto hatten. Genau das wollen wir im Trainerstab sehen, eine ausgeglichene Mannschaftsleistung, die uns schwer auszurechnen macht.“

Mit dem Erfolg steht Bayer mit 12 Siegen und 11 Niederlagen auf dem neunten Tabellenplatz, punktgleich mit den Hertener Löwen. Diese empfangen unsere Jungs nach der Karnevalspause am 28.02.2020 um 20 Uhr in der Ostermann-Arena.


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ETB Wohnbau Miners - BG Dorsten 83:91
von Frank Fabek (BG Dorsten)


BG Dorsten erkämpft sich Auswärtssieg.

In einem hart umkämpften Spiel gelangen Franjo Lukenda und seinem Team mit 91:83 der achte Saisonsieg. Dorsten trat verletzungsbedingt mit nur acht Spielern in Essen an. Neben den Langzeitverletzten von Quenaudon, Sinnathamby, Budde und Hagner mussten René Penders und Mike Nwabuzor erneut passen. Samuel Egedi konnte nach abgesessener Sperre wieder für die BG Dorsten auflaufen.


Dorsten startete schwungvoll und hochkonzentriert in das Spiel und konnte das erste Viertel mit 24:16 für sich entscheiden. Auch im zweiten Viertel ließen Koehler und Co. nicht locker. Angeführt von Samuel Egedi und Jonas Peters baute Dorsten seinen Vorsprung zu einer scheinbar komfortablen 58:40 Führung zur Halbzeit aus. Vor allem Jonas Peters stach mit einer Traumquote mit sieben erfolgreich verwandelten 3ern bei acht Versuchen heraus.

Lukenda warnte in der Halbzeitpause seine Mannschaft eindringlich, nicht nachzulassen. Er erinnerte an das Hinspiel, in dem sein Team ebenfalls in der Pause mit +17 führte, dann im dritten Viertel einbrach und den Gegner wieder ins Spiel zurück holte. Lukenda schien damit hellseherische Fähigkeiten zu beweisen. Mit Start des dritten Viertels schien der Korb der Gastgeber wie vernagelt. Kein Wurf fand den Weg in die Reuse. In den ersten sechs Minuten des dritten Viertels gelangen Kapitän Willi Koehler lediglich zwei Punkte durch erfolgreiche Freiwürfe. Der Gastgeber aus Essen drehte seinerseits in Person von Chris Alexander auf und verkürzte den Rückstand im 30 Sekunden Takt mit einem 12-0 Lauf auf 52:60 nach fünf Minuten. Lukenda nahm eine Auszeit und sortierte seine Mannschaft neu. Essen ließ jedoch nicht locker, dennoch konnten in dieser Phase Jeffrey Eromonsele und Nderim Pelaj mit wichtigen Distanztreffern ihr Team langsam wieder in die Spur bringen.

Mit einer knappen 70:67 Führung ging die BG Dorsten in das Schlussviertel. Es entwickelte sich ein enger Kampf in dem Koehler und Co. in den entscheidenden Phasen des Viertels immer wieder ein paar Prozentpunkte drauflegen und am Ende mit 91:83 gewinnen konnten. Ein Sieg in einem hart umkämpften Spiel für das Team, das den Sieg mehr wollte.

Franjo Lukenda nach dem Spiel : „Die erste Halbzeit war so ziemlich das Beste, was ich diese Saison von uns gesehen habe. Gerade Jonas hat unglaublich gespielt und wirklich alles getroffen. Aber wie es derzeit so ist, kommt immer wieder der Einbruch. Eigentlich haben wir auch im dritten Viertel vieles richtig gemacht. Wir hatten freie Würfe, sind zum Korb gekommen, haben aber einfach nichts mehr getroffen. Am Ende des Tages haben wir uns aber zusammengerissen, die Würfe sind gefallen und wir haben einen Sieg eingefahren. Gerade jetzt vor der Pause, ist es natürlich umso schöner mit einem positiven Gefühl aus dem Spiel zu gehen.“


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BBG Herford - bringiton Ballers Ibbenbüren 94:83

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Hertener Löwen - Deutzer TV 58:64
vom Deutzer TV Basketball - Presseteam

DTV fährt gegen Löwen Krallen aus.

Mit einem 58:64-Auswärtssieg im Gepäck kehrten die Kellerkinder am Samstag in die Rheinmetropole zurück und konnten sich damit zwei wichtige Punkte im Playofffight sichern. Der DTV ist nun Fünfplatzierter der Regionalliga West und hat nun einen Sieg Vorsprung im Vergleich zu den achtplatzierten Hertener Löwen.Vor der Partie war die Bedeutung des Spiels beiden Seiten bewusst. Entsprechend nervös war der Auftakt in die Partie auf beiden Seiten. Fehlpässe, Ballverluste und vergebene Korbleger prägten das Bild, ehe Julian Litera per Layup das Spiel eröffnete und wenige Augenblicke später Lennart Boner einen schönen Fastbreak mit einem Dunk abschloss. Nach einem Dreier von Joe Koschade führten die Deutzer mit 4:8, konnten aber offensiv dennoch keinen richtigen Rhythmus entwickeln. Herten scorte vor allem per Fastbreak. Den Schlusspunkt eines punktearmen Viertels setzte Ben Uzoma, der nach zwei schnellen Pässe am Ende der Verwertungskette zum 12:13 vollstreckte.


Der Start in das zweite Viertel verlief aus Deutzer Sicht suboptimal. Nach einem zweiten schnellen Dreier zum 20:13 beantragte Coach Nils Müller die erste Auszeit der Partie. Doch dieser Abstand blieb zunächst konstant. Erst ein entschlossener Drive von Chris Kunel und ein Fastbreak Dunk von Julian Litera veranlassten Löwen-Trainer Cedric Hüsken zu einer Auszeit beim Stand von 27:23. Hieraus zeigten sich die Löwen wieder bissiger und zogen zunächst davon. Ein wichtiger Dreier von Anton Geretzki wenige Sekunden vor der Halbzeitsirene bedeutete einen erträglichen Rückstand zur Pause (34:27).

Auch die ersten Minuten der zweiten Halbzeit verliefen wechselhaft. Offensiv setzten die Kellerkinder durchaus Ausrufezeichen – beispielsweise durch einen vehementen Dunk von Lennart Boner zum 37:31. Gleichzeitig fielen bei Herten in dieser Phase einige Distanzwürfe. Bei Fehlwürfen war zusätzlich Dijon Smith zur Stelle und nutzte seine zweiten Chancen, weswegen sich die Gastgeber auf 48:38 absetzen konnten. Eine Initialzündung war in dieser Phase ein erfolgreicher Dreier von Florian Schulz, der außerdem vielen Bällen nachging und den Deutzern somit viele Ballbesitze sicherte. Erneut war es Anton Geretzki, der dieses Mal einen schwierigen Dreier zum 51:46-Viertelstand einnetzte.

Waren die ersten drei Viertel schon von hohem Engagement in der Verteidigung geprägt, zogen die Kellerkinder in dieser Hinsicht im Schlussabschnitt nochmal deutlich an. Besonders Ben Uzoma erwies sich einmal mehr als zuverlässiger Ringbeschützer. Gleich vier Würfe blockte er in kürzester Zeit und wurde dafür auch offensiv von seinen Mitspieler mit guten Pässen belohnt. Als Lukas Wandel auf ein solches Zuspiel seinerseits einen Fastbreak Layup zur 51:52-Führung folgen ließ, war Herten zur Auszeit gezwungen. Auch im Anschluss daran ließen sich die Kellerkinder nicht beirren und hatten nun ihren Rhythmus gefunden. Philipp Pfeifer verwandelte einen wichtigen Dreier zum 53:61 und sorgte mit einem weiteren Layup zum 57:64 für die endgültige Entscheidung.

Auch wenn dieser Arbeitssieg nicht unbedingt viel Glanz versprühte, zeigten die Kellerkinder wieder mal ihr ganzes Herz und setzten sich in einer Partie mit Playoffcharakter durch. Im Anschluss an die kurze Karnevalspause gilt es, gegen weitere Playoffaspiranten mit ähnlich viel Intensität aufzutreten und weitere Siege für die Playoffplatzierung einzusammeln.

Nach dem Match in Herten zeigte sich Trainer Nils Müller angesichts der Bedeutung des Spiels hocherfreut: „Wir haben einen großen Schritt Richtung Playoffs gemacht und haben uns diesen hart erarbeitet. Die Intensität war über 40 Minuten auf und neben dem Feld zu spüren und wir haben auch bei dem zwischenzeitlichen Rückstand nie daran gezweifelt, dass unser Run kommen wird."

Am 29.02. steht nun also das nächste Spiel mit immenser Bedeutung auf dem Spielplan. Gegen Citybasket Recklinghausen wollen die Kellerkinder einen weiteren Schritt in Richtung Playoffqualifikation unternehmen. Tip-Off ist um 18:30 Uhr im Deutzer Reitweg. Die Kellerkinder freuen sich über zahlreiche und lautstarke Unterstützung von den Rängen.


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BSV Münsterland Baskets Wulfen - RheinStars Köln 69:77
aus dem Newsletter der BSV Münsterland Baskets Wulfen


Köln wackelte in Wulfen, fiel aber nicht.

Der BSV Wulfen leistete in der Basketball-Regionalliga West gegen Spitzenreiter RheinStars Köln erbitterten Widerstand. Nach 40 intensiven Minuten vor rund 250 Zuschauern in der Wulfener Gesamtschulhalle hatte der David BSV gegen den Goliath Köln eine bessere Effektivität, mehr Würfe aus dem Feld, mehr Rebounds, mehr Assists, mehr Ballgewinne, mehr Blocks, die bessere Freiwurfquote, die bessere Wurfquote bei Zwei-Punkte-Würfen – aber dann doch 69:77 (24:32) verloren. Das lag einzig und allein an der Wulfener Dreier-Quote. 0/10 in der ersten Halbzeit, am Ende 5 Dreier bei 27 Versuchen. Zu wenig, um dem Tabellenführer Köln die dritte Saisonniederlage beizubringen. Doch der kleine BSV Wulfen hatte den großen RheinStars alles abverlangt.


Dass Köln als Tabellenerster in die Ende März beginnenden PlayOffs startet, war schon vor dem Duell in Wulfen klar, weil Rhöndorf am Freitagabend in Hagen stolperte. Für den BSV sind mit den Niederlagen in Ibbenbüren und gegen Köln die PlayOff-Träume höchstwahrscheinlich ausgeträumt. Die Hertener Löwen (58:64-Heimniederlage gegen den Deutzer TV) und Bayer Leverkusen 2 (72:55-Sieg in Haspe) auf Rang 8 und 9 haben bei drei ausstehenden Spielen zwei Siege Vorsprung auf den BSV. Da am kommenden Freitag Leverkusen und Herten im direkten Duell aufeinander treffen, hat der Tabellenachte der Regionalliga-West mindestens 13 Siege auf seinem Konto. Das kann der BSV nur noch erreichen, wenn er in 14 Tagen beim Tabellenzweiten in Herford gewinnt, am 7. März das Derby in Dorsten siegreich bestreitet und am letzten Spieltag auch noch zu Hause Absteiger SV Haspe besiegt. Nur dann könnten die Münsterland Baskets noch auf einen direkten Vergleich im Kampf um Platz 8 hoffen, wenn zwei oder mehrere Vereine ebenfalls 13-13 Siege nach 26 Spieltagen haben.

Viel Rechentheorie, die sich die Wulfener nur mit einem Heimsieg gegen Tabellenführer Köln erspart hätten. Aber schon vor Spielbeginn erreichte BSV-Coach Gary Johnson zwei Hiobsbotschaften. Center Michael Haucke musste mit Rückenproblemen passen, Tim Terboven war die ganze Woche krank. Der Ausfall des besten Teamrebounders Haucke war eine enorme Schwächung für den BSV. Beim 16:18 im ersten Viertel war Wulfen dem Gegner aus der Millionenstadt ebenbürtig. Dann gelang Wulfen aber sechs Minuten lang gegen die Kölner Zonendeckung nur ein einziger Korb von Topscorer Bryant Allen. Der US-Amerikaner verkürzte zum 18:22, doch beim 18:29 (16.) war der BSV schon erheblich im Hintertreffen. Weil Powerforward Sadiq Ajagbe mit der Halbzeitsirene einen Offensivrebound holte und versenkte, stand es zur Pause 24:32. 8:14 hatte Wulfen das unterirdische zweite Viertel abgegeben.

Beim 28:47 und einem 19-Punkte-Rückstand in der 25. Minute wettete kein BSV-Fan noch einen Pfifferling auf die Gastgeber. Überhaupt hatte das Gastspiel des Spitzenreiters den schlechtesten Saisonbesuch in Wulfen hervorgerufen, gerade 250 Fans waren gekommen. Doch jene, die gekommen waren, trauten dann ihren Augen nicht. Bryant Allen traf den ersten Wulfener Dreier, Youngster Matej Silic schickte einen weiteren durch die Kölner Reuse. Als dann auch noch Jonas Kleinert aus der Distanz traf und es mit 47:57 ins letzte Viertel ging, war alles wieder möglich. Nun drehte Bryant Allen auf, verkürzte auf 54:59 (33.) sowie auf 60:66 (35.). Doch plötzlich verhängte einer der beiden Unparteiischen ein zweites technisches Foul gegen BSV-Coach Gary Johnson. Das war den Deutsch-Amerikaner in seiner Trainerkarriere noch nie passiert. Johnson musste dier Halle verlassen, Co-Trainer Philipp Mazur das Coaching übernehmen. Und Wulfen blieb dran, 62:68 (36.) und 64:70 (37.). In der 40. Minute versenkte Ajagbe auch noch einen Dreier zum 69:74 – doch Wulfen rannte die Zeit davon. Nach taktischen Fouls machte Köln an der Freiwurflinie den Sack zu.

Kölns Trainer Johannes Strasser sah in Wulfen die schlechteste Saisonleistung seiner Mannschaft, lobte den Aufsteiger aber auch für sein gutes und unangenehmes Spiel. Gary Johnson war bitter enttäuscht, dass er in der Crunchtime seiner Mannschaft nicht mehr helfen durfte – eine merkwürdige Entscheidung des 1. Schiedsrichters sei Dank. Das kommende Karnevalswochenende ist spielfrei, für Wulfen geht es in Herford (29.2.) und Dorsten (7.3.) weiter, eher das große Saisonfinale in eigener Halle gegen den SV Haspe (14.3.) ansteht.

Vereinsmarsch zum Derby!

Am 7. März steht das Rückspiel in der 1. Regionalliga West gegen den Ortsnachbarn von der BG Dorsten auf dem Plan. Nach dem Hinspiel-Erfolg der Wölfe werden die Gastgeber darauf brennen, sich zu revanchieren und dem BSV Wulfen nicht auch noch die Vest-Meisterschaft überlassen wollen.

Für das kurze Stück nach Holsterhausen setzten die BSV-Verantwortlichen allerdings nicht auf Fanbusse, auch nicht auf Helikopter oder Binnenschiffe. Als Vereinsmarsch -vom BSV-Fanclub WulfenXtream organisiert- sollen mehr als 150 Mitglieder, Fans und Freunde der Rot-Weißen einen neuen Teilnehmer-Rekord bei einer Auswärts-Tour des BSV sorgen. Aktuell ist die meist besuchte BSV-Fahrt noch das Aufstiegs-Spiel in Werne im März 2019. Das soll sich nun ändern. Die meisten BSV-Spiele finden erst Sonntag statt, die weibliche U18 spielt bereits um 14.00 Uhr in der Juliushalle, die männliche U18 um 13.00 Uhr in Herne, das Spiel der 2. Herrenmannschaft gegen Citybasket Recklinghausen 3 in der Wittenbrinkhalle wurde extra auf 15.00 Uhr vorverlegt. Dafür wichen die Damen 2 auf Sonntag, 12.00 Uhr aus.

Unser Fan-Club hat sich ein paar tolle Sachen einfallen lassen und arbeitet sogar an einer Lösung für Teilnehmer, die nicht (mehr) so gut zu Fuß sind. Wer sich dazu zählt, informiert uns bitte über unser Anmeldeformular über seinen Mitreise-Wunsch.

Los geht es am zweiten März-Samstag um 16.30 Uhr am Wulfener Brauturm. Die Teilnahme ist natürlich kostenlos, Verpflegung kann unterwegs erworben werden. Also kommt alle zum Brauturm und begleitet uns zum Derby nach Dorsten!


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BSV Münsterland Baskets Wulfen - RheinStars Köln 69:77
aus den RheinStars News


RheinStars nicht schön, aber erfolgreich.

Mit ihrem 21. Sieg am 23. Spieltag haben die RheinStars Fakten geschaffen. Köln wird am Ende der Hauptrunde in der Basketball-Regionalliga West als Erster in die Playoffs gehen – und in allen möglichen Runden Heimreicht genießen. Trotzdem wollte bei den Verantwortlichen und auch den Spielern nach dem 77:69 (32:24) beim BSV Wulfen am Samstagabend so recht keine Freude aufkommen. „Das war unsere schlechteste Saisonleistung“, stellte Headcoach Johannes Strasser unumwunden fest.

Dabei wollte der Trainerstab eigentlich mit dem Gang in die enge Wulfener Gesamtschulhalle der kampfstarken Hausherren die heiße Phase der Vorbereitung auf die zu erwartenden physischen Playoff-Spiele einläuten. Eigentlich, denn es kam ganz anders. Zuerst standen die RheinStars überraschend schon vor dem Spiel als Hauptrundenerster fest. Die BG Hagen hatte den Tabellenzweiten Dragons Rhöndorf mit 109:94 am Freitagabend besiegt. Somit waren die Kölner für die Hauptrunde bereits vor dem eigenen Tip-off der Sieger. Und das schien ihrem Elan irgendwie den Stecker gezogen zu haben. „Phasenweise sah es so aus als hätten wir uns alle das erste Mal gesehen.“

Kaum Mannschaftsspiel, energielos in der Defense. „Basketballerisch war das gar nichts“, sagte JJ Strasser im Halleninterview nach der Partie und wehrte allzu freudige Glückwünsche zum erstem Platz und zum Sieg freundlich, aber bestimmt ab. „Ich will niemandem zu nahetreten. Aber wir haben nicht gut verteidigt und nicht gut gespielt.“ Überhaupt sahen die rund 300 Zuschauer eine Partie auf sehr überschaubarem Niveau, in der den Hausherren mit dem am Donnerstag im Training verletzten 2,10 m Hünen Michael Hauke der wichtigste Center auch noch fehlte.

Allein in einer kurzen Phase nach der Pause deutete sich das vorhandene Basketball-Niveau der RheinStars zumindest an. Auf 47:28 (25. Minute) zogen die Gäste davon. Doch anstatt sich daraus endgültig freizuspielen, ließen sie die Hausherren wieder in die Partie. Zwar kamen die dann auch noch mal heran, aber so wirklich gefährlich wurden sie dann auch wieder nicht. Köln wurschtelte sich schließlich ins Ziel, was bei allen Beteiligten für kollektive Erleichterung sorgte. Und für einen klaren Auftrag vom Headcoach an alle: „Am Montag treffen wir uns wieder und arbeiten weiter.“


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Für die Inhalte der Artikel sind die jeweils benannten Autoren oder Vereine verantwortlich. Die Inhalte der Artikel spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung des WBV wider.

Wir bedanken uns bei allen Teams und Verantwortlichen, die Spielberichte und Fotos zur Verfügung stellen.

Bildmaterial zur Verfügung gestellt von den RheinStars Köln, Foto Gero Müller-Laschet. Dankeschön.

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